Kinderleben findet auch im Park statt

Hallo Ihr,

gestern haben wir mit der Kindergruppe eine schöne Aktion durchgeführt, die wir im Sommer noch einmal machen wollen:
Die Kinder hatten sich schon öfter darüber aufgeregt, dass in “ihren” Parks, in denen sie so gern spielen, überall Hundekot herumliegt.
Also bastelten sie in der letzten Gruppenstunde viele kleine Fähnchen, die sie nun in Begleitung von Jule von der Landeszeitung gestern während der nächsten Gruppenstunde in die Häufchen steckten…
Sprüche wie “Hmmm, lecker!”, “Braun wie Nazis”, “Mein Hund hat mich verloren, wer bringt mich zurück” oder “Lecker, kostenlos Würstchen” ist auf den Fähnchen zu sehen, die nun die gut 40 Haufen allein im Scunthorpe-Park markieren…
Hier nun der Zeitungsartikel in der heutigen Landeszeitung, den Jule von den KiNa (Kindernachrichten) gestern gleich geschrieben hat:
Kindernachrichten zur Aktion

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Ein Gruß to “Kinderleben findet auch im Park statt”

  1. Reinhard Worbs Says:

    Guten Tag,
    der Lüneburger Kinderschutzbund hat sich in diesem Jahr die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments auf seine Fahnen geschrieben.
    Anbei haben wir für Sie unseren Konzeptentwurf kopiert und würden uns riesig freuen, wenn Sie die Zeit finden könnten, hineinzuschaun und uns Ihre kritische Einschätzung zurückzumailen.
    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    Reinhard Worbs
    Kinder- und Jugendparlament Lüneburg 10.12.09

    Leitbild

    Demokratische Gesellschaften geben ihren Bürgerinnen und Bürgern das Recht der Partizipation.
    Dieses Recht haben auch alle Kinder und Jugendlichen.
    Partizipation von Kindern und Jugendlichen beinhaltet ihre Anhörung und Beteiligung bei allen relevanten, sie betreffenden Entscheidungen, sei es in der Schule, zu Hause oder im öffentlichen Gemeinwesen.

    Lüneburger Kinder und Jugendliche erhalten durch ein Kinder – und Jugendparlament die Möglichkeit einer aktiven Teilnahme an der Stadt- bzw. Stadtteilpolitik und der kooperativen Umsetzung ihrer spezifischen Interessen mit den Gremien von Rat und Verwaltung.
    Sie lernen demokratische Strukturen kennen und wachsen in solche hinein. Sie erkennen die Folgen des eigenen und fremden Handelns und lernen, wie wichtig es ist, aus der Vereinzelung herauszukommen und sich um ‘Bundesgenossen’ bemühen, um Ziele zu erreichen.
    Insbesondere, wenn es um Diskriminierung und Intoleranz geht, lernen sie Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen.
    Kinder und Jugendliche können hierdurch eigene Positionen bilden und reflektieren und sich mit anderen im Dialog auseinanderzusetzen.

    Um die Arbeit des KIJUPAs zu unterstützen und abzusichern, wird beim Rat und der Verwaltung beantragt, dass die Stadtverwaltung die Aufgaben der Stadtjugendpflege um ein Kinderbüro mit ausreichender personeller Besetzung erweitert und der Rat aus seinen Reihen eine/n Kinder- und Jugendbeauftragte/n wählt.

    KIJUPA, Kinderbüro und Kinderbeauftragte/r haben die gem. Aufgabe:

    – niedrigschwellige und kindgerechte Ansprechpartner zu sein,
    – in parteilicher Form die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten
    – eine dauerhafte und kontinuierliche Partizipation sowie deren Organisation in vielfältiger Form zu sichern,
    – mit den Schulen zur Durchführung der Wahlen und Unterstützung der Arbeit des KIJUPA‘s zu kooperieren,
    – Organisation von Parlaments- und Vorstandssitzungen, Kinderforen und Unterstützung einzelner Projekte.

    Konzept des’ Lüneburger Kinder – und Jugendparlaments‘.

    – Die Mitglieder des KIJUPAs haben ihren Wohnsitz in Lüneburg
    – Die Wahlperiode beträgt 2 Jahre
    – Es gibt eine Kinderfraktion ( 5. bis einschl. 8. Klasse ) und eine Jugendfraktion ( 9. bis einschl. 13. Klasse , BBS sowie außerschulische Bildungseinrichtungen)
    – wahlberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler an Lüneburger Schulen die ihren Wohnsitz in Lüneburg haben.
    Jede Schule wählt jeweils zwei Jungen und zwei Mädchen als Abgeordnete in das KIJUPA.
    Höchstalter der Mitglieder/innen des KiJuPas ist das vollendete 21igste Lebensjahr.
    Jeder Kandidat, jede Kandidatin benötigt zehn Unterschriften wahlberechtigter Kinder und Jugendlicher für eine Kandidatur.
    Ein Wahlausschuß aus Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften bereitet die Wahlen vor und sorgt für ihren reibungslosen Ablauf.
    Die Fraktionen wählen auf ihrer konstituierenden Sitzung aus ihren Reihen eine/n SprecherIn sowie zwei Vertreter, eine/n SchriftführerIn sowie bis zu drei BeisitzerInnen als Vorstand.
    Die Fraktionen tagen auf Einladung des Vorstands bei Bedarf, mindestens jedoch einmal alle drei Monate.
    Die Sitzungen haben eine Tagesordnung die vom Vorstand vorbereitet wird.
    Das Kinder- und Jugendparlament kann Anfragen und Anträge an den Stadtrat und die Verwaltung stellen sowie Projekte anregen oder durchführen.
    Näheres regelt eine Satzung.

    Handlungskonzept

    Das Projekt des Kinderschutzbunds Lüneburg, einer direkten, kommunalen und demokratischen Partizipation von Kindern und Jugendlichen, erfordert unterstützende Verwaltungsstrukturen, die die Nachhaltigkeit und Arbeitsfähigkeit sicherstellen.
    Kinderbüro und Kinderbeauftragte/r arbeiten eng mit den Fraktionsvorständen des KiJuPas und den kooperierenden Schulen zusammen.
    Der Kinderschutzbund fungiert als neutraler Träger des Projekts, dokumentiert die Entwicklung und Aktivitäten und berät die Mitglieder der Fraktionen und ihre Vorstände.

    Um eine breite öffentliche Sensibilisierung und Akzeptanz zu erreichen, werden alle Schulen, Schulaufsicht, die Verwaltungen, die Fraktionen, Stadtjugendring, VHS, Vereine und Verbände sowie die Presse informiert und
    einbezogen und das vorliegende Konzept einer intensiven Erörterung unterzogen.
    Eine aktuelle Analyse der Situation vor Ort sollte aufzeigen
    -welche Interessenvertreter der Kinder und Jugendlichen sind bereits etabliert?
    – welche aktuellen Themen brennen unter den Nägeln?
    – welche Ressourcen für Partizipation können genutzt werden ?
    ( Leuphana Uni, VHS, Stadtjugendring)
    – wie kann das Internet genutzt werden?

    Die Lüneburger Schulen nehmen eine Schlüsselstellung bei der Implementierung eines Kinder- und Jugendparlaments ein.
    Sie haben funktionierende Strukturen der Partizipation, erreichen alle Kinder und Jugendlichen und können die nötigen Informationen über die demokratische Zielrichtung und Aufgabe eines KIJUPAs vermitteln.
    Gemeinsam mit dem Kinderbüro, der/m Kinder-und Jugendbeauftragten und dem Kinderschutzbund organisieren sie die turnusmäßigen Wahlen der beiden Parlamentsfraktionen.
    Jede Schule bestimmt eine/n Lehrer/in als Ansprechpartner/in für das Projekt .

    Handlungsfelder und Themen für Partizipation:

    – Gestaltung von Straßen, Rad- und Fußwegen
    – Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen
    – Gestaltungen von Verkehrsverbindungen ( Bushaltstellen, Fahrtzeiten,…)
    – Angebote von Jugendzentren, Jugendclubs, Jugendtreffs,
    Jugendkultur
    Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen

    – Spielplatzgestaltung
    – Ausbildungsplätze
    – Zusammenleben verschiedener Kulturen
    – Hilfe für Menschen in Not
    – Vermeidung von Gewalt, Ausgrenzung und Intoleranz
    – Zusammenleben von jungen und alten Menschen
    – lokalpolitische Themen wie z.B. Umwelt-und Klimaschutz, Sicherheit im Straßenverkehr, Förderung von Jugendultur, Sport und Sozialem
    – weltpolitische Themen wie z.B. Kriege, Globalisierung und Armut
    – andere Themen

    Zusammenfassung

    – Das KIJUPA Lüneburg ist eine jugendpolitische, überparteiliche Interessenvertretung .

    – es will Lüneburg im Sinne von Kindern und Jugendlichen erhalten und weiterentwickeln
    – es wird vom Stadtrat angehört und stellt eigenständig Anträge und Anfragen an Rat und Verwaltung
    – es organisiert eigene Projekte, Veranstaltungen und Arbeitgemeinschaften
    – es beantragt eine personelle, logistische und finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung.
    – es kommuniziert seine Anliegen auf einer eigenen Homepage
    – sein/e Sprecher/in ist beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuß

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